Deutschtum im Ausland, 21. Jahrgang, 1938, H.3 - Our Digital Library
Internet Archive🇺🇸 SAD1938-03-01T00:00:00Z5,000 karaktera · 1 strana
Strana 1 ↗
5000 kar.Deutſchtum im Ausland Jeitſchrift des Deutſchen Ausland Inftituts Stuttgart Jahrgang 21 März 1938 Heft 3 Deutſchtum im Ausland „Der Auslandsdeutſche“ legt mit diefer Nummer feinen alten Titel ab, den er leit Oktober 1919, alſo faft zwei Jahrzehnte hindurch, getragen hat, und erſcheint von jetzt an unter dem neuen Titel „Deutſchtum im Ausland“. Mit diefer Anderung bekennen wir klar und unmißverftändlich, daß das Deutſche Ausland=Inftitut und feine Zeitſchrift im Dienſte des geſamten Deutſchtums im Ausland ftehen. Denn als Deutfchtum im Ausland faffen wir, wie es der Staatsfekretär und Chef der Auslands-Organifation im Auswärtigen Amt, Gauleiter E. W. Bohle, vor kurzem in feiner Buda= pefter Rede ausgefprochen hat, ſowohl die Aus landsdeutſchen, d. h. die Reichsdeutſchen im Ausland, wie auch die Volks deutſchen, die in Blut, Sprache und Kultur deutſchen Stammes, aber nicht Staatsbürger des Deut= fchen Reiches find, zufammen. Wir find gewiß, daß unfere Lefer und Freunde unferer Zeitſchrift auch unter dem neuen Titel „Deutſchtum im Ausland’ die alte Treue bewahren werden. Wir fehen es als eine befonders glückhafte fügung an, daß infolge der durch die Titeländerung bedingten kleinen Verzögerung diefes Heft erft erfcheint, nachdem das deutſche Oſterreich und mit ihm die ältefte deutſche Oſtmark als jüngftes Glied dem Deutſchen Reich eingefügt wurde. An einer für unfer Gefamtvolk entſcheidenden gefchichtlichen Wende mögen dieſen Blättern die Worte voranftehen, die der Führer des deutſchen Volkes und Kanzler des Dritten Reiches als Schützer des Deutſchtums und Begründer des Groß— deutſchen Volksreiches geſprochen hat. Deutſche Wende „We Sie empfinden, habe ich ſelbſt in dieſen fünf Tagen auf das kiefſte miterlebt. Es iſt eine große geſchichtliche Wende, die unſerem deutſchen Volk zuteil wurde. Was wir aber in dieſem Augenblick erleben, erlebt mit Ihnen auch das ganze andere deutſche Volk. Nicht die zwei Millionen Menſchen in dieſer Stadt ſind es, ſondern 75 Millionen unſeres Volkes in einem Reich ſind ergriffen und bewegt von dieſer geſchichtlichen Wende. Und wir alle leben in einem Gelöbnis, was immer auch kommen mag, das Deutſche Reich, ſo wie es heute ſteht, wird niemand mehr zerbrechen und niemand mehr zerreißen. Keine Drohung und keine Not und keine Gewalt kann dieſen Schwur brechen. Ihn ſprechen heute gläubig aus die deutſchen Menſchen von Königsberg bis nach Köln und von Hamburg bis nach Wien.“ Der Führer in Wien am 14. März 1938. * * * „Di. ſtaats rechtliche Trennung vom Keiche kann nicht zu einer volkspolitiſchen Rechtlos machung führen, d. h. die allgemeinen Rechte einer völkiſchen Selbſtbeſtim⸗ mung, die übrigens in den 14 Punkten Wilſons als Vorausſetzung zum Waffenſtillſtand feierlich uns zugeſichert worden find, können nicht einfach mißachtet werden deshalb, weil es ſich hier um Deutſche handelt! Es iſt auf die Dauer für eine Weltmacht von Selbſtbewußtſein unerkräglich, an ihrer Seite Volksgenoſſen zu wiſſen, die aus ihrer Sympathie oder ihrer Verbundenheit mit dem Geſamtvolk feinem Schickſal und ſeiner Selbſtauffaſſung fortgeſetzt ſchwerſtes Leid zugefügt wird! Wir wiſſen genau, daß es eine alle befriedigende Grenzführung in Europa kaum gibt, allein, um jo wichtiger wäre es, unnötige Quälereien von nationalen Minoritäten zu vermeiden. um nicht zum Leid des politiſchen Getrenntſeins auch noch das Leid der Verfolgung wegen der Zugehörigkeit zu einem beſtimmten Volks ⸗ kum hinzuzufügen. Daß es möglich iſt, bei einem guten Willen hier Wege des Ausgleichs bzw. der Entſpannung zu finden, iſt erwieſen worden. Wer aber eine ſolche Entſpannung durch einen Ausgleich in Europa mit Gewalt zu verhindern verſucht, der wird eines Tages die Gewalt zwangsläufig unter die Völker rufen! Denn es ſoll nicht beſtritten werden, daß, ſolange Deutſchland ſelbſt ohnmächtig und wehrlos war, es viele dieſer fortgeſetzten Verfolgungen der deutſchen Menſchen an unſeren Grenzen einfach hinnehmen mußte. Allein ſo wie England ſeine Intereſſen über einen ganzen Erdkreis hin vertritt, wird auch das heufige Deutſchland ſeine, wenn auch um jo vieles begrenzteren Intereſſen zu vertreten und zu wahren wiſſen. And zu dieſen Interejjen des Deutſchen Reiches gehört auch der Schutz jener Volksgenoſſen, die aus eigenem nicht in der Lage find, ſich an unſeren Grenzen das Recht einer allgemeinen, menſchlichen, politiſchen und weltanſchaulichen Freiheit zu ſichern!“ Der Führer vor dem Reichstag am 20. Februar 1938. Peter Roſeggers große volksdeutſche Tat Der ſteiriſche Volksdichter Peter Roſegger hat ſeiner Volksverbundenheit wieder⸗ holt in Bekenntniſſen Ausruck gegeben, die in den Herzen ſeines Leſerkreiſes, der im Deutſchen Reiche durch nicht weniger als drei Millionen Bände ſeiner Werke mit ſeinem Weſen und Wirken vertraut iſt, auch heute noch nachhallen. Für immer hat er ſich in das Herz ſeines geliebten deutſchen Volkes durch ſeine große volks⸗ deutſche Liebestat der Drei-Millionen⸗Stiftung für deutſche Grenzſchulen ein⸗ geſchrieben. Von ih